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2021

queer spaces!

Eine CSD-Woche in und für Bochum – queer spaces! vom 12.–18.7.2021

Nachdem im letzten Jahr aufgrund der Covid19-Pandemie nur eine Mahnwache vor dem Rathaus stattfinden konnte, ist unser Programm in diesem Jahr wieder größer und breiter aufgestellt.

Wir freuen uns, euch für dieses Jahr einen CSD in Bochum ankündigen zu können! Mit Rückblick auf die letzten Jahre, möchten wir auch dieses Jahr wieder das queere Leben in Bochum feiern. Um das zu realisieren, hat sich in den letzten Monaten erneut ein diverses Team zusammengefunden und daraus hervor ging – statt einer einzigen zentralen Demonstration – eine CSD-Woche voller queerer Aktionen. Freut euch also auf eine regenbogenbunte Reihe an Veranstaltungen, darunter Workshops, Konzerte, Kino, Vorträge und DJ-Sets, die teils in Präsenz, online oder hybrid stattfinden werden.

Das diesjährige Motto „queer spaces!“ widmet sich der Aufforderung, Bochums queere Orte nicht nur zu feiern, sondern darüber hinaus weitere Orte aktiv zu verqueeren. Natürlich alles dezentral. Queer öffnet einen Raum für politische Agitation. Daher sollen im Rahmen des CSDs Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-und Inter-Personen, Asexuelle sowie anderen Queers (LGBTIAQ+) eine Sichtbarkeit erhalten. Auch der Protest soll dabei nicht zu kurz kommen. Denn die Forderung nach queer spaces lässt sich mit konkreten politischen Fragen verknüpfen: Wie queer ist Bochum? Was kann die Stadt Bochum tun, um queere Räume zu schaffen? Und welche Möglichkeiten haben wir als queere Community, neue Räume zu erobern?

Queere Menschen sind auch heutzutage noch Gewalt, Anfeindungen und Diskriminierung ausgesetzt – im privaten wie auch öffentlichen Raum. Die Verhältnisse sind strukturell tradiert und werden weiterhin auch institutionell getragen. Auch Themen, die weit über die lokale Ebene hinausgehen, müssen dabei mitgedacht werden, so z.B. die gescheiterte Aufhebung des sog. „Transsexuellengesetzes“ im Bundestag und die damit verbundenen demütigenden Hürden, die ein Wechsel des Geschlechtseintrages und des Namens weiterhin mit sich bringen, der Backlash gegen queere Errungenschaften seitens rechter und konservativer Parteien sowie der fehlende Schutz für LGBTIQ+ Geflüchtete.

Es gilt nach wie vor: Es gibt noch viel zu tun!

Alle Veranstaltungen sind offen für Queers, friends und alle, die unsere Forderungen teilen und gemeinsam mit uns für diese kämpfen wollen!

Das Programm wird am 1.7. hier auf der Homepage veröffentlicht. Die Informationen können sich, je nach Entwicklung der Lage, noch kurzfristig vor den Veranstaltungen ändern.

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Programm 2021

Für alle Veranstaltungen (online oder in Präsenz) ist eine Anmeldung per Mail notwendig.

Donnerstag 01.7. – Donnerstag 15.7., ganztägig, atelier automatique

communities across time eine Ausstellung in den Schaufenstern des atelier automatique

mit Arbeiten von: die Blaue Distanz, Samantha Bohatsch, Tobi Malcharzik, Nitsan Margaliot, Irène Mélix, Mothers & Daughters und der Queers of Color Gruppe von Sunrise Dortmund

Für queers & friends
Zugang: rollstuhlgerecht

Keine Anmeldung notwendig.

Montag 12.7., 18-20 Uhr, Rosa Strippe

wandelBAR in der Rosa Strippe, Austausch Trans*-Sichtbarkeit & Geschichte des CSD
mit Nico Vogel

Für trans* & nichtbinäre Erwachsene
Sprache: Deutsche und englische Lautsprache
Zugang: rollstuhlgerecht

Anmeldung unter: nvogel@rosastrippe.net

Dienstag 13.7., 18-20 Uhr, Café enJoy/ Aidshilfe Bochum e.V., Walk In Ruhr – Zentrum für sexuelle Gesundheit und Medizin

Cis-Männerkörper, eine Rundreise für Interessierte – ein Update 18+
mit Jörg Syllwasschy (profamilia Bochum) und Kevin Kocur (AIDS Hilfe Bochum)

Im Workshop geht es um Körper von Cis-Männern, alle interessierten queers & friends sind willkommen.
Sprache: Deutsche Lautsprache
Zugang: rollstuhlgerecht

Anmeldung unter: k.kocur@bochum.aidshilfe.de

Mittwoch 14.7., 18-21 Uhr, Online via Zoom

Mein Körper (und) ich? – Um fühlen_denken meines (queeren) Körpers
mit blu (queertopia)

Für queers & friends (Teilnehmer_innenanzahl begrenzt auf 16 Personen)
Sprache: Deutsche Lautsprache
Zugang: barrierefrei (online)

Anmeldung unter: csdbochum@yahoo.com

Donnerstag 15.7., 19-21 Uhr, Rosa Strippe

Die Homosexuelle Aktionsgruppe Bochum. Lesung von Reinhard Schmidt
mit Reinhard Schmidt (HAG Bochum) und Gottfried Lorenz (HAG Bochum)

Für queers & friends (Teilnehmer_innenanzahl begrenzt auf ca. 20 Personen)
Sprache: Deutsche Lautsprache
Zugang: rollstuhlgerecht

Anmeldung unter: ericker@rosastrippe.net

Freitag 16.7., 16-18 Uhr, Rottstraße 5 Kunsthallen & Online via Youtube

queer spaces! Queeres Leben in Bochum: Früher, heute und danach

Gemeinsame Diskussion mit Barbara Jessel (Gründerin des Orlando), Christina (Form UP), Alva (Rosa Strippe, Moderation), Philipp (CSD Bochum) & Alexis Rodriguez (Sunrise Dortmund) weiteren Diskutant_innen


Für queers & friends
Sprache: Deutsche Lautsprache
Zugang: rollstuhlgerecht, kein barrierefreies WC & online

Anmeldung unter: csdbochum@yahoo.com

Freitag 16.7., 18.30-20 Uhr, Rottstraße 5 Kunsthallen & Online via Youtube

FaulenzA (Konzert)

Für queers & friends
Sprache: Deutsche Lautsprache, Musik
Zugang: rollstuhlgerecht, kein barrierefreies WC & online

Anmeldung unter: csdbochum@yahoo.com

Freitag 16.7., 20-22 Uhr, Rottstraße 5 Kunsthallen & Online via Youtube

DJ-Set
mit Philipp Kressmann (bang!, Oberhausen)

Für queers & friends
Sprache: Deutsche Lautsprache, Musik
Zugang: rollstuhlgerecht, kein barrierefreies WC & online

Anmeldung unter: csdbochum@yahoo.com

Samstag 17.7., 15-16.30 Uhr, Endstation Kino, Bahnhof Langendreer & Online via Youtube

What about Poland? LGBTQIA*Rechte in Polen
mit Julia Maciocha

Für queers & friends
Sprache: Englische Lautsprache
Zugang: nicht barrierefrei & online

Anmeldung unter: csdbochum@yahoo.com

Samstag 17.7., 17-19.30 Uhr, Endstation Kino, Bahnhof Langendreer

FUTUR Drei (Film)
kuratiert von Christian Wandhoff und Leah Gerfelymeyer, anschließendes Filmgespräch

Für queers & friends
Sprache: Deutsche/ Farsi Lautsprache mit deutschen Untertiteln
Zugang: nicht barrierefrei

Anmeldung unter: csdbochum@yahoo.com

Sonntag 18.7. 12 Uhr, Demonstration

Hans-Schalla-Platz (Platz vor dem Schauspielhaus) über Universitätsstraße – Hauptbahnhof – Massenbergstraße – Rathaus – Viktoriastraße – Hans-Schalla-Platz (Ende)

Wir bitten auf Parteiflaggen und Unternehmenslogos zu verzichten!

Informationen unter: csdbochum@csdbochum

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queer spaces

atelier automatique

Rottstraße 14, 44793 Bochum

Endstation Kino, Bahnhof Langendreer

Wallbaumweg 108, 44894 Bochum

Café enJoy/ Aidshilfe Bochum e.V., Walk In Ruhr – Zentrum für sexuelle Gesundheit und Medizin

Große Beckstr. 12, 44787 Bochum

Oval Office Bar

Saladin-Schmitt-Straße 2, 44789 Bochum

Rosa Strippe

Kortumstraße 143, 44787 Bochum

Rottstraße 5 Kunsthallen

Rottstraße 5, 44793 Bochum

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2019

Stonewall was a riot!

Auf die Straße für queere Emanzipation!

Am 20. Juli 2019 wird es zum ersten Mal seit langem einen Christopher Street Day (CSD) in Bochum geben. Beim CSD geht es Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Inter-Personen, Asexuellen sowie anderen Queers (LGBTIAQ+) darum, Sichtbarkeit herzustellen und zu feiern. Der Ursprung der CSDs – nämlich der Stonewall-Aufstand von 1969 – gerät dabei manchmal in den Hintergrund. Gerade zum 50. Jahrestag wollen wir deshalb besonders an dieses Ereignis erinnern:
Ende Juni 1969 wehrten sich die Besucher*innen des Stonewall Inn in der Christopher Street (New York) gegen eine der damals üblichen Razzien, die der Vollstreckung homo- und transfeindlicher Gesetze dienten. Als Personen abgeführt werden sollten und von der Polizei misshandelt wurden, sammelten sich immer mehr aufgebrachte Queers aus der Nachbarschaft, darunter viele jugendliche Obdachlose, um das Lokal. Es folgten stundenlange Auseinandersetzungen mit der Polizei, in vorderster Front dabei Trans-Personen und Drag Queens of Color. Ein Jahr später erinnerte der erste CSD an dieses Ereignis.

50 Jahre später ist die Situation eine andere, mit der Ehe für Alle und dem 3. Geschlechtseintrag scheint vielen die Gleichberechtigung erreicht. Doch ganz so rosig sieht es nicht aus:
Queere Menschen sind immer noch überdurchschnittlich viel Gewalt, Anfeindungen und Diskriminierung ausgesetzt, der Wechsel des Geschlechtseintrages und des Namens ist weiterhin mit demütigenden Hürden verbunden, Genitalverstümmelungen an intersex Personen sind nach wie vor noch legal, wir erleben seitens rechter und konservativer Parteien und Bewegungen einen Backlash gegen queere Errungenschaften und die Bundesregierung sorgt mit ihren Asylrechtsverschärfungen dafür, dass LGBTIQ+ Geflüchtete in Länder abgeschoben werden, in denen sie um ihr Leben fürchten müssen – um nur ein paar Punkte zu nennen.

Es gibt also noch viel zu tun! Wir wollen gegen diese Missstände demonstrieren, für globale Solidarität mit allen Queers streiten und bedingungslose Akzeptanz unserer Vielfalt einfordern – und zwar nicht nur wenn diese kapitalistisch verwertbar ist.
Das Feiern soll selbstverständlich auch nicht zu kurz kommen.

Wir beginnen um 17 Uhr mit einem Stadtfest auf dem Husemannplatz, wo es ein Bühnenprogramm und Stände verschiedener Initiativen geben wird. Ab 20 Uhr werden wir dann mit einer Tanzdemo durch Bochum ziehen.

Stadtfest wie Demo sind dabei nicht nur offen für queere Menschen, sondern für alle, die unsere Forderungen teilen und gemeinsam mit uns für diese kämpfen wollen.

Programm 2019

17-20 Uhr: Stadtfest auf dem Husemannplatz

17-20 Uhr: Stadtfest auf dem Husemannplatz

Infostände, Getränke und Snacks, zudem ein buntes Bühnenprogramm mit u.a.:

20 Uhr: Tanzdemo durch die Innenstadt

23 Uhr: Offizielle CSD-Aftershow Party im Schumacher

Weitere Parties:
Neben der offiziellen Party im Schumacher gibt es noch weitere Möglichkeiten, feiern zu gehen

QueerNightzz ab 22 Uhr im ThreeMonkeyz

Donner&Doria – Freie Liebelei ab 23 Uhr in der Rotunde

Hinweise zu Stadtfest und Demo

Awareness

Wir wünschen uns einen CSD auf dem sich alle wohlfühlen und ihre Queerness feiern können. Achtet deshalb auf euch und andere. Wenn ihr euch aus irgendwelchen Gründen unwohl fühlt und Hilfe braucht, könnt ihr euch beim Awareness-Team (erkennbar an den pinken Westen) melden.

Toiletten

Während des Stadtfestes stehen euch die öffentlichen Toiletten (leider nicht barrierefrei) neben dem Rathaus zur Verfügung. Zusätzlich dazu haben wir ein barrierefreies Dixi-Klo angemietet. Wenn ihr das benötigt, könnt ihr euch den Schlüsssel beim Awareness-Team abholen.

Alkohol und Glasflaschen

Für die Demo haben wir die Auflage von der Polizei bekommen, dass Teilnehmer*innen keine Glasflaschen und keinen Alkohol dabei haben dürfen. Beim Stadtfest ist das aber kein Problem.

Müll

Bitte achtet generell darauf, das Gelände sauber zu hinterlassen und schmeißt euren Müll weg.

Werbung, Parteien- und Nationalfahnen

Wir verstehen uns als kapitalismuskritisch und haben deshalb bewusst auf Sponsoring durch Unternehmen verzichtet. Wir wünschen uns deshalb keine Werbung für kommerzielle Unternehmen auf Parkfest und Demo.

Gleiches gilt für Parteiwerbung und Parteifahnen: Wir kritisieren insbesondere die Regierungsparteien für ihre Abschiebepraxis, die LGBTIQ+ Geflüchtete in Lebensgefahr bringt. Wir wollen aber auch generell nicht, dass Parteien auf dem CSD Werbung für sich machen. Mitglieder von Parteien sind als Einzelpersonen herzlich willkommen, aber bitte verzichtet auf Parteifahnen oder andere Parteiwerbung. Gleiches gilt für Nationalflaggen jeglicher Art.

Material 2019

Hier sind verschiedene Versionen unseres Logos in verschiedenen Pride-Fahnen. Wenn ihr sie als Profilbild verwenden, ausdrucken und auf eure Demoschilder kleben oder was auch immer damit machen wollt, gönnt euch:

Regenbogen-Fahne:

Trans-Fahne:

Bisexuellen-Fahne:

Pansexuellen-Fahne:

Asexuellen-Fahne:

Inter-Fahne:

Non-Binary-Fahne:

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